Zum Thema Liebe

Glücklich und froh schätze ich mich, die Liebe nicht zu verstehen. Das vorwiegende Gefühl ist SehnSucht, GeistesVerwandtschaft, Telepathie - welche vielleicht nicht in die Logik und Grammatik der Sprache übersetzt werden kann. Ich glaube, in jedem von uns stecken vielfältige Varianten, Möglichkeiten der PersönlichkeitsBildung, die sich durch das faktisch - praktische Leben nicht entfalteten oder noch nicht entfaltet haben. Deswegen sehe ich in der jeweils “Angebeteten” mehr (und natürlich vorwiegend positive) Eigenschaften, Charaktere und brach liegende EntfaltungsFelder, als sie selbst.

Man könnte auch schlicht sagen: “Er hat sich in eine Illusion verliebt.”

Die Rolle der Illusionen und Vorstellungen von der eigenen Person scheint dabei so klar zu sein, dass möglicherweise genau deswegen so wenig darüber geforscht wird…

Vielleicht ist es dabei von großem Vorteil, nicht zuviel von sich zu wissen?

Ich möchte die Persönlichkeit des Menschen mit einem FlussLauf vergleichen: Anfangs eine zarte Quelle oder ein FeuchtGebiet. Dann schlängelt es sich gewöhnlich wild durch die Welt. Bei Manchem geht es steil bergab, wodurch sie Schwung erhalten, Andere werden kanalisiert, befriedet, durch Tunnel und Röhren geleitet. Andere versickern unscheinbar in der Fläche - bis es wieder nach oben geht - ja: manchmal muß eine Senke erst zu einem See aufgefüllt werden, damit das Flüss’chen weiter seinen Weg nehmen kann. Wehre und StauMauern verändern den Charakter. Das einmal eingegrabene Bett wird nur noch selten verlassen, - aber es ist nicht unmöglich!

Die Welten der Illusionen und der Realität beißen sich oft - in der Liebe aber scheinen sie zusammenzukommen… Die Liebe ist noch längst nicht erforscht, in ihr verbergen sich Tausende von neuen und anderen Welten.  Es ist Jedem erlaubt, auf EntdeckungsReise zu gehen. :)

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